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Positionstexte vergleichen: alte Preise wiederverwenden

Preisvergleich für Bauleistungen und Texte

Positionstexte vergleichen ist die stille Fleißarbeit jeder Angebotskalkulation. Die Leistung kennen Sie längst, den Einheitspreis haben Sie vor einem halben Jahr schon einmal gebildet. Nur steht dieselbe Leistung im neuen Leistungsverzeichnis anders formuliert da – und die Suche beginnt von vorn. Dieser Beitrag zeigt, woran das liegt und wie der KI-PreisNavigator für GAEB-Online 2025 diese Positionen wieder zusammenführt.

Vorweg, weil die Frage in fast jedem Gespräch kommt: Diese KI kalkuliert nicht für Sie. Sie sucht in Ihren eigenen Angeboten nach der Position, die Sie schon einmal bepreist haben. Was damit geschieht, entscheiden Sie.

Drei Texte, eine Leistung, ein Preis Schalung Wände, beidseitig, glatt Wandschalung herstellen, 2-seitig Schalarbeiten Betonwand, Sichtbeton Textvergleich Ihr kalkulierter Einheitspreis aus dem eigenen Angebot

Dieselbe Leistung, drei verschiedene Texte

Ein Leistungsverzeichnis wird von Menschen geschrieben. Jedes Planungsbüro pflegt eigene Textbausteine, jeder Auftraggeber hat seine Gewohnheiten. Dieselbe Wandschalung heißt deshalb in drei Ausschreibungen drei Mal anders.

Für Sie als Kalkulator ist das dieselbe Arbeit: dasselbe Material, dieselben Stunden, dieselbe Kolonne. Für den Rechner sind es drei verschiedene Zeichenketten. Genau hier bricht die Wiederverwendung ab, obwohl der passende Preis längst im Haus liegt.

Mit jeder abgegebenen Ausschreibung wächst dieses Wissen weiter. Genutzt wird es selten, weil niemand alte Angebotsdateien durchsieht, während die Abgabefrist läuft. In größeren Betrieben kommt hinzu, dass zwei Kalkulatoren dieselbe Leistung unterschiedlich ansetzen – schlicht, weil keiner weiß, was der andere vor drei Monaten kalkuliert hat.

Das Ergebnis kennen Sie: Preise schwanken ohne sachlichen Grund, und Positionen, die längst entschieden waren, werden erneut diskutiert.

Warum die normale Suche hier aufgibt

Die Suchfunktion in Excel oder im Windows-Explorer vergleicht Zeichen. Sie findet „Schalung Wände“, wenn Sie „Schalung Wände“ eintippen. Sie findet nichts, wenn im neuen LV „Schalarbeiten Betonwand“ steht.

Damit bleiben zwei Wege, und beide kosten Zeit. Entweder Sie suchen mit immer neuen Stichwörtern, bis ein Treffer kommt. Oder Sie kalkulieren die Position neu, obwohl Sie das schon einmal getan haben.

Was fehlt, ist ein Verfahren, das nicht auf den Wortlaut schaut, sondern auf die beschriebene Leistung. Dieses Verfahren bringt der KI-PreisNavigator für GAEB-Online 2025 mit. Er arbeitet vollständig auf Ihrem Rechner und greift nur auf Ihre eigenen, bereits abgegebenen Angebote zu.

Positionstexte vergleichen: zwei Verfahren

Der KI-PreisNavigator kann Positionstexte auf zwei Wegen vergleichen. Beide greifen nacheinander, und beide arbeiten ausschließlich mit Daten aus Ihrem Haus.

Der exakte Textvergleich deckt die einfachen Fälle ab. Stimmt ein Positionstext mit einem Eintrag in Ihrer lokalen Preisdatenbank überein, ist die Sache klar. Das betrifft alles, was aus Ihren eigenen Vorlagen, aus einem Rahmenvertrag oder von einem Auftraggeber stammt, für den Sie regelmäßig anbieten.

Die semantische Erkennung übernimmt den Rest. Sie bewertet, ob zwei Positionstexte fachlich dieselbe Leistung beschreiben, auch wenn kaum ein Wort übereinstimmt. Dafür lädt der KI-PreisNavigator beim ersten Start einmalig ein Sprachmodell im ONNX-Format von rund 430 MB herunter und speichert es lokal. Danach rechnet er ohne Cloud auf Ihrem PC.

Beide Verfahren arbeiten mit den Positionstexten und den Strukturinformationen des Leistungsverzeichnisses. Die Preisbasis dafür sind ausschließlich Ihre eigenen Angebote. Wie Sie diese Datenbasis Schritt für Schritt aufbauen, steht im Beitrag GAEB-KI-Preisdatenbank aufbauen.

Der Ablauf in vier Schritten

Im Alltag merken Sie von der Technik wenig. Positionstexte vergleichen und bepreisen läuft in vier Schritten ab, und Sie sitzen am Ende dieser Kette.

1 LV einlesen Neue Ausschreibung in GAEB-Online 2025 öffnen 2 Exakt prüfen Gleicher Positionstext in Ihrer Preisdatenbank 3 Sinn prüfen Gleiche Leistung, anderer Wortlaut 4 Vorschlag Preis mit Protokoll, Freigabe durch Sie

Wie genau ein Treffer sein muss, legen Sie selbst fest – von 100 Prozent exakten Treffern bis hin zu inhaltlich ähnlichen Positionen. Liegt ein Treffer unter Ihrer Schwelle, bleibt das Preisfeld leer. Der KI-PreisNavigator rät nicht.

Nach jeder Übernahme erhalten Sie ein Protokoll. Es zeigt je Position, wie viele vergleichbare Einträge gefunden wurden und wie hoch die Übereinstimmung ist. Dazu nennt es die ähnlichsten Vergleichspositionen mit Kurztext, Punktzahl und Herkunftsdatum. Damit bleibt nachvollziehbar, aus welchem Angebot ein Preis stammt.

Die häufigsten Sorgen – und was wirklich passiert

Wer seit Jahren kalkuliert, ist bei dem Wort „KI“ erst einmal vorsichtig. Das ist berechtigt. In der Kalkulation hängt an jedem Einheitspreis eine Kolonne, eine Marge und im Zweifel ein Nachtragsstreit. Da gibt niemand gern etwas aus der Hand, das er nicht nachvollziehen kann.

Deshalb ist der KI-PreisNavigator bewusst eng gebaut. Er macht eine einzige Sache: Er vergleicht Positionstexte und zeigt Ihnen, welchen Preis Sie für dieselbe Leistung schon einmal angesetzt haben. Vier Dinge tut er dabei ausdrücklich nicht.

01

Nichts geht in die Cloud

Der Vergleich rechnet auf Ihrem PC. Positionstexte und Preise verlassen den Betrieb nicht.

02

Nichts ohne Ihre Freigabe

Sie setzen die Schwelle und geben jeden Preis frei. Darunter bleibt das Feld leer.

03

Keine Blackbox

Das Protokoll nennt zu jedem Vorschlag die Vergleichsposition mit Punktzahl und Datum.

04

Keine Umstellung

Sie arbeiten weiter in GAEB-Online 2025. Eine zweite Software kommt nicht dazu.

Die Sorge, dass ein Programm künftig die Preise macht, ist damit gegenstandslos. Der KI-PreisNavigator schlägt vor, was in Ihrem Haus bereits entschieden wurde. Er erfindet keinen Preis, und wo er unsicher ist, schweigt er lieber.

Praxisbeispiel aus dem Rohbau

Ein Bauunternehmen bearbeitet eine X83-Datei für einen Verwaltungsbau: rund 200 Positionen, Erdarbeiten, Beton- und Stahlbetonarbeiten, Mauerwerk. Vieles davon hat der Betrieb im Vorjahr für ein Schulgebäude schon einmal kalkuliert.

Ausgeschrieben hat diesmal ein anderes Büro. Die Bewehrung heißt jetzt „Betonstahl BSt 500 S liefern und einbauen“ statt „Bewehrung aus Betonstahl, geschnitten und gebogen“. Die Sauberkeitsschicht steht unter einer anderen Ordnungszahl und in einem anderen Bereich des Leistungsverzeichnisses.

Der exakte Vergleich greift bei den Positionen, die aus dem eigenen Textbestand stammen. Die semantische Prüfung findet die umformulierten Positionen und schlägt die Preise aus dem Schulgebäude vor – jeweils mit Angabe, wie ähnlich die Vergleichsposition ist.

Bei der Baugrubensicherung am Nachbargebäude findet sie nichts Vergleichbares und lässt das Feld leer. Das ist kein Mangel, sondern der gewünschte Fall: Genau diese Position ist neu und gehört auf den Tisch des Kalkulators. Bei einem Leistungsverzeichnis dieser Größenordnung und einer gut gepflegten Datenbank lassen sich typischerweise 30 bis 60 Minuten pro Ausschreibung einsparen.

30–60Minuten weniger je Ausschreibung bei rund 200 Positionen
2Verfahren: exakter Textvergleich und semantische Erkennung
100 %lokal – Ihre Kalkulationsdaten bleiben im Betrieb
30Tage unverbindlich testen

Was das im Unternehmen verändert

Der offensichtliche Gewinn ist Zeit. Der größere liegt daneben: Wer Positionstexte vergleichen kann, hält Kalkulationswissen im Betrieb – auch dann, wenn ein Kalkulator wechselt oder in den Ruhestand geht.

SituationSuche von HandMit dem KI-PreisNavigator
Gleicher Wortlaut wie früher findet man – wenn man weiß, in welcher Datei exakter Treffer, Preis steht
Anderer Wortlaut, gleiche Leistung wird meist neu kalkuliert semantischer Treffer mit Preisvorschlag
Mehrere Kalkulatoren im Haus jeder arbeitet mit seinen Dateien alle greifen auf dieselbe Preisbasis zu
Herkunft eines Preises Erinnerung und Suchlauf Protokoll mit Vergleichsposition und Datum
Datenhaltung verteilte Angebotsordner eine lokale Preisdatenbank im Betrieb

Weil der KI-PreisNavigator vollständig auf Basis von ML.NET auf Ihrem Rechner arbeitet, verlassen weder Positionstexte noch Preise das Unternehmen. Warum das gerade bei Kalkulationsdaten zählt, steht ausführlich im Beitrag KI: Ihre Daten bleiben im Unternehmen.

  • Wiederkehrende Leistungen werden einmal sauber durchdacht und danach wiederverwendet.
  • Die Preise im Betrieb werden einheitlicher, unabhängig davon, wer gerade kalkuliert.
  • Die Zeit fließt in die Positionen, die wirklich neu sind.
  • Jeder übernommene Preis lässt sich bis zum Ursprungsangebot zurückverfolgen.

Was Sie dafür brauchen

Damit Sie Positionstexte vergleichen lassen können, braucht es zweierlei: das Werkzeug und eine Preisbasis. Das Werkzeug ist der KI-PreisNavigator als Erweiterung von GAEB-Online 2025. Die Preisbasis entsteht im Alltag, indem Sie Ihre kalkulierten Positionspreise nach jedem Angebot in die lokale KI-Preisdatenbank speichern.

Erste Vorschläge gibt es bereits nach wenigen gespeicherten Angeboten. Je mehr Angebotsdaten vorliegen, desto stabiler werden die Ergebnisse. Ein Betrieb, der ein Jahr lang konsequent speichert, hat eine Preisbasis, die kein Marktdurchschnitt ersetzt.

Gut zu wissen: Der KI-PreisNavigator ist eine Erweiterung und läuft nur in einer aktivierten Vollversion von GAEB-Online 2025, GAEB-Online 2025 USB oder GAEB-Online 2025 TS unter Windows 64BIT. In der Demoversion funktioniert er nicht, weil dort Texte, Einheiten, Mengen und Preise verändert gespeichert werden.

Wo die Grenzen liegen

Der KI-PreisNavigator ist ein Assistenzsystem und kein Ersatz für die fachliche Baukalkulation. Er kennt Ihre Baustelle nicht. Er bewertet weder die Zufahrt noch die Bauzeitenregelung noch die Verfügbarkeit Ihrer Nachunternehmer.

Ebenso wenig erkennt er Marktveränderungen. Ist der Stahlpreis seit dem Vorjahresangebot gestiegen, schlägt er trotzdem den alten Preis vor – er arbeitet ausschließlich mit den Daten, die Sie ihm gegeben haben.

Und er erkennt nicht jede inhaltlich verwandte Leistung zuverlässig. Bei unsicherer Zuordnung übernimmt er bewusst keinen Preis, statt einen falschen anzubieten. Der Vorschlag ist eine Ausgangsbasis, die Entscheidung bleibt bei Ihnen.

Häufige Fragen

Übernimmt die KI meine Kalkulation?

Nein. Der KI-PreisNavigator ist ein Assistenzwerkzeug und kein automatisches Kalkulationssystem. Er schlägt Preise aus Ihren eigenen, früheren Angeboten vor. Prüfung, Anpassung und Freigabe bleiben bei Ihnen.

Wie stark dürfen sich zwei Positionstexte unterscheiden?

Das legen Sie selbst fest. Die geforderte Mindestähnlichkeit ist einstellbar: Sie können Positionstexte vergleichen lassen von 100 Prozent exakten Treffern bis hin zu inhaltlich ähnlichen Positionen mit abweichendem Wortlaut. Je niedriger Sie die Schwelle setzen, desto mehr Vorschläge erhalten Sie und desto genauer sollten Sie das Protokoll lesen.

Was passiert, wenn die KI eine Position falsch zuordnet?

Bei unsicherer Zuordnung übernimmt der KI-PreisNavigator bewusst keinen Preis. Jede Übernahme wird protokolliert: mit Übereinstimmungsgrad, Anzahl der Vergleichseinträge sowie Kurztext und Herkunftsdatum der ähnlichsten Vergleichspositionen. Damit können Sie jeden Vorschlag zurückverfolgen und korrigieren.

Muss ich meine Arbeitsweise umstellen?

Nein. Der KI-PreisNavigator ist in die Oberfläche von GAEB-Online 2025 integriert, nach der Aktivierung sofort einsatzbereit und ohne Schulung nutzbar. Eine separate Anwendung oder zusätzliche Schnittstellen gibt es nicht.

Brauche ich eine Internetverbindung, und was wird dabei übertragen?

Eine Internetverbindung wird für die Lizenzprüfung und für den einmaligen Download des Sprachmodells im ONNX-Format mit rund 430 MB benötigt. Danach liegt das Modell lokal vor. Ihre Kalkulations- und Angebotsdaten werden zu keinem Zeitpunkt ins Internet übertragen.

Was kostet der KI-PreisNavigator?

Das Abonnement kostet 25 EUR netto pro Monat je Arbeitsplatz bei einer Mindestlaufzeit von 12 Monaten, also 300 EUR netto im Jahr, zuzüglich Mehrwertsteuer. Nutzungsabhängige Gebühren fallen während der Laufzeit nicht an. Vorab können Sie 30 Tage unverbindlich testen, allerdings nicht in der Testversion von GAEB-Online 2025.

Fazit

Dass ein Auftraggeber eine Leistung anders formuliert als der letzte, wird sich nicht ändern. Was sich ändern lässt, ist der Umgang damit. Wer Positionstexte vergleichen lässt, statt jede Ausschreibung bei null zu beginnen, nutzt die eigene Kalkulationserfahrung wieder – und behält trotzdem die letzte Entscheidung über jeden Preis.

Die Sorge vor KI in der Kalkulation ist berechtigt, wenn die Technik im Verborgenen entscheidet. Hier ist es umgekehrt: Sie sehen jeden Vergleich, Sie setzen die Schwelle, und Sie geben frei. Am besten sehen Sie sich das einmal an einem echten Leistungsverzeichnis an.

Die Grundlagen des GAEB-Datenaustauschs, auf denen das aufsetzt, veröffentlicht der Gemeinsame Ausschuss Elektronik im Bauwesen.

Sehen Sie sich an, wie die Preisübernahme abläuft

Das Video auf der Produktseite zeigt den KI-PreisNavigator an einem Leistungsverzeichnis: Treffer, Schwelle, Protokoll. Danach können Sie ihn 30 Tage unverbindlich testen.

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