KI-PreisNavigator testen heißt für die meisten Betriebe erst einmal: 30 Tage lang herausfinden, ob dieses KI-Gerede im eigenen Alltag überhaupt etwas taugt. Dieser Beitrag beschreibt der Reihe nach, was in diesen vier Wochen tatsächlich geschieht – auch das, was am Anfang noch nicht funktioniert.
Skepsis ist dabei kein schlechtes Zeichen. An jedem Einheitspreis hängt eine Kolonne, eine Marge und im Zweifel ein Nachtragsstreit. Wer da vorsichtig ist, macht seine Arbeit richtig.
KI-PreisNavigator testen: was an Tag 1 da sein muss
Der KI-PreisNavigator ist keine eigene Software, sondern eine Erweiterung. Er läuft nur in einer aktivierten Vollversion von GAEB-Online 2025, GAEB-Online 2025 USB oder GAEB-Online 2025 TS unter Windows 64BIT.
Den Schlüssel für die Testphase fordern Sie kostenlos an. Damit schalten Sie den KI-PreisNavigator für 30 Tage frei. Eine separate Installation gibt es nicht, ebenso wenig eine zusätzliche Schnittstelle – die Bedienelemente sitzen in der Oberfläche, die Sie schon kennen.
Beim ersten Start lädt der KI-PreisNavigator einmalig ein Sprachmodell im ONNX-Format von rund 430 MB herunter und legt es lokal ab. Das dauert je nach Leitung einen Moment und passiert genau einmal. Danach rechnet er auf Ihrem PC.
Gut zu wissen: In der Testversion von GAEB-Online 2025 funktioniert der KI-PreisNavigator nicht. Dort werden Texte, Einheiten, Mengen und Preise zufällig verändert oder mit dem Wert 0 gespeichert. Mit solchen Daten könnte die KI nur Unsinn liefern.
Woche 1: Die Preisdatenbank ist noch leer
Jetzt kommt der Teil, den Werbetexte gern überspringen. Wer den KI-PreisNavigator testen will, bekommt am ersten Tag keinen einzigen Vorschlag. Das Werkzeug kennt nur Preise, die Sie selbst gespeichert haben – und am Anfang ist diese Datenbank leer.
Sie kalkulieren in der ersten Woche also wie immer. Neu ist ein Handgriff am Ende: Die kalkulierten Positionspreise werden in die lokale KI-Preisdatenbank übernommen. Wie dieser Aufbau im Einzelnen abläuft, steht im Beitrag GAEB-KI-Preisdatenbank aufbauen.
Wer alte Angebote griffbereit hat, kann die Datenbank in dieser Woche schneller füllen. Notwendig ist das nicht – es verschiebt nur den Zeitpunkt, an dem die ersten Treffer kommen.
Woche 2 und 3: Die ersten Treffer
Sobald die ersten Angebote gespeichert sind, meldet sich der KI-PreisNavigator. Erste Vorschläge sind schon mit wenigen Angeboten möglich. Je mehr Positionen in der Datenbank liegen, desto präziser und stabiler werden die Ergebnisse.
In dieser Phase lohnt es sich, die Mindestähnlichkeit zunächst hoch zu setzen. Dann übernimmt der KI-PreisNavigator nur, was praktisch wörtlich übereinstimmt. Sie sehen, dass die Mechanik sauber arbeitet, bevor Sie ihr mehr Spielraum geben.
Lesen Sie in diesen Wochen das Protokoll mit. Es nennt zu jeder Position die Zahl der Vergleichseinträge, den Grad der Übereinstimmung und die ähnlichsten Vergleichspositionen mit Kurztext und Herkunftsdatum. Genau daran erkennen Sie, ob ein Vorschlag taugt.
Bleibt ein Preisfeld leer, ist das kein Fehler. Bei unsicherer Zuordnung übernimmt der KI-PreisNavigator bewusst keinen Preis.
Woche 4: Was Sie jetzt beurteilen können
Nach vier Wochen lässt sich vieles seriös beantworten – und einiges eben noch nicht. Wer den KI-PreisNavigator testen möchte, sollte diese Trennung von Anfang an kennen; sie hilft mehr als jedes Versprechen.
| Nach 30 Tagen beurteilbar | Erst später beurteilbar |
|---|---|
| Passt die Bedienung in Ihren Ablauf? | Wie viel Zeit ein volles Jahr spart |
| Sind die Vorschläge bei wiederkehrenden Positionen brauchbar? | Trefferquote bei einer über Monate gewachsenen Datenbank |
| Ist das Protokoll für Sie nachvollziehbar? | Nutzen bei Gewerken, die Sie selten anbieten |
| Welche Ähnlichkeitsschwelle passt zu Ihrer Arbeitsweise? | Wirkung auf die Preisfindung mehrerer Kalkulatoren |
Die oft genannte Ersparnis von 30 bis 60 Minuten je Ausschreibung setzt ein Leistungsverzeichnis mit rund 200 Positionen und eine gut gepflegte Datenbank voraus. Beides ist nach vier Wochen selten schon gegeben. Was Sie im Testmonat sehen, ist der Anfang der Kurve, nicht ihr Ende.
Was am Ende der 30 Tage passiert
Läuft die Testphase aus und Sie möchten kein Abonnement, müssen Sie nichts tun. Es wird nichts abgebucht und nichts verlängert. Der KI-PreisNavigator ist danach schlicht nicht mehr nutzbar. GAEB-Online 2025 läuft unverändert weiter.
Entscheiden Sie sich dafür, kostet das Abonnement 25 EUR netto pro Monat je Arbeitsplatz bei einer festen Laufzeit von 12 Monaten, also 300 EUR netto im Jahr zuzüglich Mehrwertsteuer. Nutzungsabhängige Gebühren fallen nicht an. Der Vertrag verlängert sich danach um weitere 12 Monate, wenn er nicht vorher gekündigt wird; eine Kündigungsfrist gibt es nicht.
Zur letzten Kachel gehört eine Erklärung, weil sie die häufigste Sorge betrifft. Der KI-PreisNavigator rechnet lokal auf Basis von ML.NET, einem quelloffenen Machine-Learning-Framework von Microsoft. Die Internetverbindung wird für die Lizenzprüfung und den einmaligen Modell-Download gebraucht, nicht für Ihre Preise. Warum das für Kalkulationsdaten zählt, steht im Beitrag KI: Ihre Daten bleiben im Unternehmen.
Kurz zusammengefasst sieht ein sauberer Testmonat so aus:
- Schlüssel anfordern und freischalten – ohne Installation.
- Vier Wochen normal kalkulieren und die Preise mitspeichern.
- Schwelle hoch beginnen, Protokoll lesen, dann lockern.
- Am Ende entscheiden – oder nichts tun und es läuft aus.
Häufige Fragen
Was kostet es, den KI-PreisNavigator zu testen?
Den Schlüssel für die 30-tägige Testphase fordern Sie kostenlos an. Erst wenn Sie danach weitermachen möchten, schließen Sie das Abonnement ab. Es kostet 25 EUR netto pro Monat je Arbeitsplatz bei 12 Monaten Laufzeit.
Kann ich das in der Testversion von GAEB-Online 2025 ausprobieren?
Nein. In der Testversion werden Texte, Einheiten, Mengen und Preise zufällig verändert oder mit dem Wert 0 gespeichert. Auf dieser Grundlage kann die KI nicht sinnvoll arbeiten. Sie brauchen eine aktivierte Vollversion.
Wie viele Angebote brauche ich, bis Vorschläge kommen?
Erste Vorschläge sind bereits mit wenigen gespeicherten Angeboten möglich. Die Qualität hängt direkt von der Datenbasis ab: Je mehr Angebotsdaten vorliegen, desto präziser und stabiler werden die Ergebnisse.
Verlängert sich nach dem Test automatisch etwas?
Nein. Möchten Sie kein Abonnement abschließen, ist kein weiteres Handeln erforderlich – der KI-PreisNavigator ist nach Ende der Testphase nicht mehr nutzbar. Nur ein abgeschlossenes Abonnement verlängert sich um jeweils 12 Monate, und das ohne Kündigungsfrist.
Verlassen meine Preise während des Tests den Betrieb?
Nein. Alle Kalkulations- und Angebotsdaten bleiben lokal im Unternehmen. Die Internetverbindung wird für die Lizenzprüfung und den einmaligen Download des Sprachmodells von rund 430 MB benötigt, nicht für Ihre Preise.
Fazit
Wer den KI-PreisNavigator testen möchte, sollte die 30 Tage nicht als Vorführung ansehen, sondern als ersten Monat im Normalbetrieb. Kalkulieren wie immer, Preise mitspeichern, Protokoll lesen. Danach wissen Sie aus eigener Anschauung, was das Werkzeug in Ihrem Betrieb leistet – und müssen es niemandem glauben.
Alles zum KI-PreisNavigator auf einer Seite
Video, Funktionsweise, Lizenzangaben und die ausführlichen Fragen und Antworten finden Sie auf der Produktseite. Dort steht auch, wie Sie den Schlüssel erhalten, wenn Sie den KI-PreisNavigator testen möchten.
